Krabbelstube mit Kinderkrippe Oberrotweil e.V.

Die Eingewöhnung

Der erste Kontakt zwischen den Eltern und der Erzieherin findet am Telefon statt. Hier wird das Aufnahmegespräch vereinbart, an dem sich Eltern, Kind und Erzieherin persönlich kennen lernen und die Räume der Einrichtung vorgestellt werden. Kommt ein Kind zum ersten Mal in die Krabbelstube, erlebt es viele neue Eindrücke. Dadurch entsteht Stress und das Kind ist - trotz aller Neugier - schnell überfordert. Deshalb braucht es eine vertraute Person, die ihm ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit vermittelt. Eine fremde Person kann einem Kind in der ersten Zeit dieses Gefühl nicht geben; erst wenn eine gewisse Vertrautheit aufgebaut ist, kann ein Kind diese neue Person - als sicheren Anker akzeptieren. Für neue Kinder ist mit einer Eingewöhnungsphase von ein bis drei Wochen zu rechnen. In dieser Zeit können Eltern in Absprache mit den Erzieherinnen bis zu 10 Stunden kostenlos die Eingewöhnung begleiten. Bitte nutzen Sie diese Möglichkeit im Interesse Ihres Kindes! Die Eingewöhnungszeit ist dann abgeschlossen, wenn die Erzieherin Ihr Kind im Bedarfsfall trösten kann.


Ablauf der Eingewöhnung

In den ersten Tagen ist es sinnvoll, nicht länger als ein bis zwei Stunden in der Krabbelstube zu verbringen. Kinder reagieren sehr unterschiedlich auf die neue Umgebung; manche sind anfangs eher zurückhaltend, manche marschieren munter drauf los. Die Eltern sollten in jedem Fall das Verhalten ihres Kindes tolerieren und es nicht zu etwas drängen. Seien Sie einfach „da"! Nach einigen Tagen können Sie sich für kurze Zeit von Ihrem Kind verabschieden und den Raum verlassen. Bleiben Sie aber beim ersten Trennungstest in der Nähe. Je nach Reaktion des Kindes kann dann die Zeit der Abwesenheit mit jedem Tag etwas verlängert werden. Unsere Erzieherinnen werden Sie über das weitere Vorgehen beraten.
 
Nach Möglichkeit sollte die Zeit der Eingewöhnung des Kindes nicht zeitgleich zu anderen Veränderungen in der Familie (z. B. Geburt oder Schuleintritt eines Geschwisterkindes, Umzug o. ä.) erfolgen. Dies sind für ein Kind Stresssituationen, die sich zusammen mit der Eingewöhnungsphase ungünstig auswirken können.

Sie oder eine andere enge Bezugsperson des Kindes sollten während der ersten sechs Wochen noch verfügbar sein; selbst wenn die eigentliche Eingewöhnung gut verlaufen ist, können sich besondere Situationen ergeben, in denen sich das Kind noch nicht von der Erzieherin trösten lässt und die gewohnte Bezugsperson braucht.

Vertraute Gegenstände von zu Hause (Schnuller, Schmusedecke, Kuscheltier) können für das Kind in der Eingewöhnungsphase und noch danach, z. B. beim Einschlafen, sehr hilfreich sein.
Auch wenn die Eingewöhnungszeit abgeschlossen ist kann es vorkommen, dass Ihr Kind beim Abschied weint oder sich festklammert. Es will damit eine geliebte Person zum Bleiben veranlassen. Das ist sein gutes Recht. Sie können aber unbesorgt gehen, denn das Kind hat nun eine vertrauensvolle Beziehung zur Erzieherin aufgebaut und lässt sich schnell trösten. Zeigt das Kind entgegen sonstiger Gewohnheit ein unerwartet starkes Bindungsverhalten, so
sollten Sie sich erkundigen, ob gesundheitlich alles in Ordnung ist und gegebenenfalls auf Krankheitsymptome achten.

Die Eingewöhnung ist dann abgeschlossen, wenn sich das Kind bei der Bezugserzieherin so geborgen fühlt, dass seine Grundbedürfnisse erfüllt werden. Das heißt, das Kind lässt sich beruhigen, trösten, wickeln, es isst, trinkt und schläft eventuell. Die innere Einstellung der Eltern ist wichtig für den Verlauf der Eingewöhnung. Nur, wenn sie uns Ihr Kind mit einem guten Gefühl anvertrauen, wird sich dies auf Ihr Kind übertragen. Deshalb ist es uns wichtig, nicht nur das Vertrauen Ihres Kindes, sondern auch das Ihre zu gewinnen.