Krabbelstube mit Kinderkrippe Oberrotweil e.V.

Wickeln und die Sauberkeitserziehung

Sauberwerden braucht Zeit und Geduld. Ablauf und Geschwindigkeit beim Sauberwerden steuert das Gehirn und kann von außen nicht beeinflusst werden. Das Gefühl des Harndrangs kommt ungefähr zwischen dem 18. und 30. Lebensmonat. Erst dann macht es Sinn, mit der Sauberkeitserziehung zu beginnen. Die jüngeren Kinder dürfen bei den älteren, die als Vorbild dienen, zuschauen, wenn diese auf das Töpfchen sitzen.

Dabei dürfen es die „Kleineren" ebenfalls ausprobieren, wenn sie dies möchten (gezwungen werden sie nicht). Bei einem positiven Resultat wird das Kind gelobt. Ansonsten wird es ermutigt, es beim nächsten Mal wieder zu probieren. Zeigt das Kind Zeichen von Harndrang, loben wir es dafür, auch wenn es vielleicht noch in die Windel geht. So ermutigen und bestärken wir das Kind darin, diesem Gefühl Wichtigkeit beizumessen und auch in Zukunft darauf zu achten.

Das Wickeln ist nicht nur für die Hygiene und das Wohlbefinden des Kindes wichtig, sondern auch für die Beziehung zwischen Kind und Erzieherin. Es sind Augenblicke der totalen Aufmerksamkeit. Deshalb nehmen wir uns, so oft es geht, genügend Zeit zum Wickeln. Wir kündigen das Wickeln an, damit sich das Kind darauf vorbereiten kann.

Beim Wickeln und bei der Sauberkeitserziehung achten wir natürlich bei den Kindern und Mitarbeiterinnen auf die Hygiene wie z.B. Händewaschen oder eventuell Desinfektion.